Circolo artistico e culturale Ortisei - Kreis für Kunst und Kultur St. Ulrich - Lia mostra d'ert Urtijëi mail

 

ABOUT

 

Der Kreis für Kunst und Kultur ist ein Verein aus Kunstinteressierten und Kunstschaffenden im Ehrenamt.

Wir sind:

13 Auschussmitglieder und über 200 Vereinsmitglieder.
Unsere Vereinsmitglieder entrichten einen jährlichen Beitrag von Euro 25,00 und erhalten dafür die Mitgliedskarte zur Bücherausleihe in unserer Kunstbibliothek, Ermäßigungen bei verschiedenen Veranstaltungen über's Jahr und laufend Informationen über unsere Veranstaltungen.

Auschuss 2017

ANDREAS KONDRAK (Präsident)
IACUN PRUGGER (Vizepräsident)
HANNES MUSSNER (Vizepräsident)
JAN PIAZZA (Kassierer)
SIMON PERATHONER (Grafik und Videos)
MILENA HOLZKNECHT (Filmabende)
SOFIA STUFLESSER (Stellvertretende Bibliothekarin/Pressetexte)
GRETA LANGGARTNER (Homepage)
SILVIA DEMETZ
FEDERICA CAVALLIN
MEDEA MORODER
CHRISTINE RUNGGALDIER
MATEO PERATHONER
FABIO PERATHONER
LUKAS PITSCHEIDER

Teilzeitkraft in der Kunstbibliothek: Ulrica Perathoner

 

Bankverbindung:

Sparkasse St. Ulrich

IBAN: IT47 E060 4558 6800 0000 0110 200

 

 

 

Il Circolo Artistico ed Culturale é un'associazione di amici dell'arte a titolo onorifico.

Siamo:

13 membri del consiglio e oltre 200 membri dell'associazione.
I nostri membri pagano un contributo annuale di Euro 25,00 e hanno in cambio la carta dei membri che permette il prestito dei libri della nostra biblioteca d'arte, delle riduzioni per alcune delle nostre manifestazioni durante l'anno e tutte le informazioni sulla nostra attività via posta.

Consiglio 2017

ANDREAS KONDRAK (presidente)
IACUN PRUGGER (vice-presidente)
HANNES MUSSNER (vice-presidente)
JAN PIAZZA (Kassierer)
SIMON PERATHONER
MILENA HOLZKNECHT
SOFIA STUFLESSER
GRETA LANGGARTNER
SILVIA DEMETZ
FEDERICA CAVALLIN
MEDEA MORODER
CHRISTINE RUNGGALDIER
MATEO PERATHONER
FABIO PERATHONER
LUKAS PITSCHEIDER

Collaboratrice per la biblioteca d'arte: Ulrica Perathoner

 

Dati bancari:

Cassa di Risparmio Ortisei

IBAN: IT47 E060 4558 6800 0000 0110 200

 


 

Zur Geschichte des Circolo

DER AUSSTELLUNGSVEREIN

Von 1920 bis zum Zweiten Weltkrieg gibt es in St.Ulrich einen "Ausstellungsverein". Dieser wurde von Jakob Mussner, Jakob Crepaz und Vinzenz Moroder gegründet da es eine allgemeine Wirtschaftkrise gab wovon die Grödner Holzschnitzer nicht verschont blieben. Der Verein ermöglichte vielen Bildhauern im Tale, durch die alljährlichen Ausstellungen mit Interessenten direkt in Verbindung zu treten. Dabei wurden formmäßig und handwerklich zum Teil bemerkenswerte Arbeiten gezeigt, mitunter auch eigene Schöpfungen, die eine Hebung der Qualität der Grödner Holzschnitzkunst einleiteten. Das einzige Ziel bestand in der Förderung jeder künstlerischen Tätigkeit. Dieser Kreis lud alle zur Mitarbeit ein, die gewillt waren, die künstlerisch-kulturellen Interessen Grödens gemäß katholischer Weltanschauung zu fördern, mit dem Hauptaugenmerk auf die Erneuung der Kunst und zwar der christlichen Kunst.
Die Gründung von diesem Ausstellungsverein hat man hauptsächlich Bera Gustl da Furdenan (August Runggaldier) und Vinzenz Moroder da Resciesa zu verdanken. Am Anfang werden einige Stücke an Touristen verkauft, die in der damalige Volksschule ausgestellt wurden.
Erst im Jahre 1937, während des Faschismus, wurde mit Beiträgen von den Handwerkern und der Unterstützung mit dem damaligen Oberbürgermeister Tanesini das heutige Haus der Mostra d'Ert mit Sitz im Kreis für Kunst und Kultur in St.Ulrich gebaut.
Die Präsidenten waren Vinzenz Moroder da Resciesa, Luis Kostner da Stlejuc, Karl Crepaz da Maidl, Luis Pezzei und Vinzenz Peristi.

DER KREIS DER KUNSTSCHAFFENDEN

Im Herbst 1945 übernahmen dann jüngere Kräfte die Leitung dieses Vereins, darunter- sind zu erwähnen: Viktor Moroder dl Tannenheim, Raimund Mureda, Milly Schmalzl, Rudolf Moroder-Rudolfine. Im neuen Ausschuß war man sich einig, daß auch weiterhin religiöse Themen im Ausstellungswesen vorherrschen sollten, doch weniger in einfachen Nachahmungen vergangener Stilgattungen, als aus der Gegenwart empfundener und erlebter Darstellungen. Um leichter neue Wege zu finden, eiferte man die Mitglieder an, Versuche in anderen Materialien anzustellen (dies wird jedoch sehr von den Holzbildhauern kritisiert).
Neben der ersten Nachkriegsausstellung im Sommer 1946 wurde auch ein Wettbewerb für Weihnachtskrippen ausgeschrieben, der mitunter originelle Ergebnisse zeigte. Ein bedeutender Teil der ersten Ausstellung bildete eine Schau von Werken des Altmeisters Josef Moroder-Lusenberg, dessen Geburtstag sich zum hundertsten Male jährte.
Der Ausstellungsverein wurde dann in "Kreis der Kunst- schaffenden" umbenannt, aber immer vom selben Ausschuß geführt. Rudolf Moroder war in diesen Reihen nicht nur ein mutiger Mitstreiter, vielmehr verwirklichte er neue Ideen in Holz und Ton und bewies sein fachliches Können wie sein außergewöhnliches kompositorisches Empfinden im gestaltgebenden Denken. Bei den meisten Mitbürgern fand das Suchen nach neuen Ausdrucksformen wenig Verständnis. Dies schon gar nicht dann, wenn einzelne Aussteller versuchten, den menschlichen Körper in stilisierter Form darzustellen. Da hatte z.B. ein junger Bildhauer einen weiblichen Torso in Terrakotta ausgestellt (der etwa an Wilhelm Lehmbruck erinnerte) und damit bei kleinlichen Seelen Ärgernis erregt. Das war Grund genug, um gegen diese "revolutionäre" Gruppe Sturm zu laufen. Es kam so weit daß die Mutter jenes jungen Bildhauers nach einigen Tagen das Korpus delicti in ihrer Einkaufstasche nach Hause brachte.
Einen moralischen Rückhalt erhielt der Kreis der Kunst-, schaffenden damals von anerkannten Fachleuten von auswärts: Dr. Heinrich Waschgler, Dr. Josef Ringler, Dr. Franz Colleselli und Angelo Della Masséa.

DIE BIBLIOTHEK

1950 hatte man das Bedürfnis die kulturelle Tätigkeit zu erweitern, mit dem ersten Schritt eines Aufbaues einer kleinen Bibliothek, die sich dann langsam entwickelte und heute die größte Auswahl an Kunstbüchern in ganz Südtirol besitzt.
Im Jahre 1951 wagte der Kreis der Kunstschaffenden eine größere Schau unter dem Motto "Dreihundert Jahre Holzschnitzkunst in Gröden". Nach dem Umbau der Ausstellungsräume am Antoniusboden wurden in mühevoller Arbeit Werke alter Meister zusammengetragen und zusammen mit jenen der lebenden Bildhauer und Maler ausgestellt. Man versuchte auch Werke aus der Kirche herzuschleppen was aber leider nicht möglich war. Den Erneuerungsversuchen gegenüber sind alle immer noch skeptisch.
Im darauffolgenden Jahr wird ein neuer Wettbewerb veranstaltet und um neue Ideen eher zum Durchbruch zu verhelfen und allzu herkömmliche Darstellungen in den Hintergrund zu drängen, wurde eine auswärtige Jury verpflichtet.
Für einen weiteren Kontaktversuch lud man 1953 die Bildhauer und Maler des Südtiroler Künstlerbundes und des italienischen Künstlersyndikates von Bozen und Trient zu einer Ausstellung ein. In Rom spricht man diesbezüglich von einer "Gemeinschaftsschau der „Annäherung" und hob besonders die Zusammenführung von Künstlern der drei Sprachgruppen hervor.
Nur wenige verstanden, daß solche Veranstaltungen das Schaffen in Gröden beleben sollten, und sie erhoben den Einwand, daß man den Einheimischen den Platz in der Ausstellung vorenthalte. Daraufhin kam es im Herbst bei der Jabresversammlung zu scharfen Auseinandersetzungen. Dem Ausschuß wurde klar, daß er unter diesen Voraussetzungen nicht weiterarbeiten könne, denn Kunst muß der Ausdruck der Gegenwart sein und nicht der Vergangenheit. Der bisherige Ausschuß trat geschlossen zurück und überließ anderen die Leitung des "Kreises der Kunstschaffenden". Erwähnenswert sind noch die Konzerte klassischer Musik, welche vom "Quartett Ferrari" im Kreis der Kunstschaffenden veranstaltet wurden, später noch Klavierkonzerte vom Grödner Pianisten Siegfried Schmalzl. In den ersten Nachkriegsjahren waren dies seltene Veranstaltungen für die man dankbar war.

DIE GRUPPE RUSCEL

Im August 1954 stellten die "Abtrünnigen" unter dem Namen "Gruppe der Dreizehn" alleine aus. Diese Gruppe wird später den Namen "Ruscél" erhalten.

In den darauffolgenden Jahren hat man sehr aktive Präsidenten: Alois Senoner-Tinderla und Heinrich Moroder-Doss Es werden weiterhin jährlich Kollektivausstellungen organisiert, wo jedes Mal über 200 Werke ausgestellt sind. Sehr viel wird in Gips gearbeitet und man versucht moderne Werke zu schaffen, um dem Grödner Kunstbandwerk Aufschwung zu verleihen.

Nach den sechziger Jahren werden Ausstellungen von großen Künstlern geboten, darunter den Maler Karl Plattner, Bildhauer Augusto Murer und Biancini. Einmal gelingt es dem Kreis der Kunstschaffenden eine Kollektivausstellung in Rom zu organisieren. Bei der damaligen Eröffnung auf der Piazza del Popolo in der Galerie Agostiniana war sogar Ministerpräsident Giulio Andreotti anwesend.

Man wundert sich, daß die Vereinskassa immer genügend Geld zur Verfügung hat; die Finanzierung stammt zum größten Teil von der Handelskammer Bozen.

Bei den Kollektivausstellungen wurden große Geldprämien unter den verschiedenen Kategorien ausgeteilt.

DER "CIRCOLO" IN DEN SIEBZIGER JAHREN

Die wirkliche Wendung des Kreises für Kunst und Kultur hatte man jedoch in den Jahren 68/69/70, als im Ausschuß junge Leute eintraten', die auch andere Ideen und andere Kunstinterpretationen brachten. Von diesem Augenblick an integrierte der Kreis auf auffallende Weise die künstlerische Tätigkeit im kulturellen Bereich.

Es veranlaßt die Einrichtung eines Fotoraumes, der zur Verfügung der Fotoamateure stand, eine kleine Diskothek und die Ausarbeitung der Bibliothek, indem sie mit Belletristikbüchern aus aller Welt in italienischer und deutscher Sprache aufgewertet wurde. Auch an Zeitungen und Magazine in allen drei Sprachen abonnierte sich die Bibliothek. Promotoren dieses Wechsels waren Albert Moroder, Manfred Mureda, Norbert Moroder, Adolf Kostner, Egon Moroder, Markus Schenk, Leander Piazza, Franz Schrott, Senoner Wilfried, Mussner Carlo, Hermann Josef Runggaldier. Dieser Moment war auch dazu geeignet 4 Gruppen zusammenzuschließen, die sich viel mit der Kunst befaßten. (Kreis für Kunst und Kultur, Gruppe "Ruscel", Gruppe "Indra", Gruppe "X")

Man nähert sich den siebziger Jahren, wo Karl Mussner Präsident ist und nach einigen Jahren die Schüler aus der Kunstschule zur Generalversammlung eingeladen werden. Diese geben dem Kreis der Kunstschaffenden einen neuen Namen: Kreis für Kunst und Kultur. Von nun an werden fast ausschließlich Präsidenten aus der Kunstschule gewählt. Die wichtigsten Veranstaltungen dieser Jahre sind: Kollektivausstellung (Adolf Vallazza, Martin Demetz, Guido Sotriffer und Robert Scherer), Ausstellung von Franz Noflaner, Max Radicioni. Kinetikausstellung MAMALEEG (Manfred Mureda, Markus Schenk, Leander Piazza, Egon Moroder), Cineforum, Vorträge und Beaufsichtigung der Bibliothek. Die Schaufenster dieses Hauses, die man vom Antoniusplatz sehr gut sieht, wurden dazu benützt, um Plakate auszuhängen. Traditionelle Barrieren der Moral wurden überrumpelt und die Gesellschaft war skandalisiert, Protestierte gegen den neuen Kreis für Kunst und Kultur und große Mißverständnisse traten zwischen dem Verein und der grödnerischen Bevölkerung ein. Die sonstigen Beiträge die von der Gemeinde, vom Verkehrsamt und von kleinen Handwerkern gegeben wurden, wurden gestrichen. Die Ausschußmitglieder waren so gezwungen, die Tätigkeiten, mit dem eigenen Geld zu finanzieren. Auch eine periodische Zeitung wurde gedruckt "SCKAT".

Die kulturelle Tätigkeit der jetzigen Zeit ist sehr verschieden:

- Vorträge, Diskussionen mit internationalen Referenten über alle verschiedenen Problematiken und Themen.
z.B.: Gesundheitssituation im Tale, Problematiken der Schulen und Sprachen, Arbeitsrecht, Kunst, Umweltprobleme, usw.

- Kulturreisen (Italien, Tschechoslowakei, Frankreich, Deutschland, usw.)

- Kollektivausstellungen und persönliche Ausstellungen von internationalem Ruf.

Diese blühende kulturelle Tätigkeit brachte zu öfteren Protesten gegen Gemeindebeschlüsse (Flugzettel, Plakate und Zeitungsartikel).

Der Kreis für Kunst und Kultur promovierte eine Aktion gegen die Waldzerstörung auf der inneren Seite der Raschötzeralm (Mont dedit). Diese Stellungnahme wurde auch von weiteren Vereinen unterstützt, mit positivem Erfolg. Ein weiteres wichtiges Ereignis ist sicherlich der Staatsrekurs, um die paritätischen Schulen in den ladinischen Ortschaften weiterhin zu erhalten. Auch dies mit positivem Erfolg. Die ersten großen Mißverständnisse zwischen dem Kreis und der Gemeinde traten im Jahre 1976 auf, als die Gemeinde den Aufenthaltsraum wegnehmen wollte, der dazu bestimmt war, die Bibliothek weiterhin zu vergrößern, auf Antrag der Musikkapelle, die das Probelokal brauchte. Niemand stellte das Bedürfnis der Musikkapelle in Frage, doch man fragte sich, ob es richtig sei. Eine kulturelle Gruppe in eine andere zu integrieren. Doch die Gemeinde verspricht, dem Kreis einen Schadenersatz in der Höhe von 1.500.000 zu geben, und erlaubt, daß der Dachboden ausgebaut werden kann, damit die vorhergesehene Bibliothek trotz allem keinen zu großen Schaden erleidet.

Im August des Jahres 1977 wurde im Ausstellungsraum eine Ausstellung zum Thema Südtirol 1977 eröffnet, eine satirische Konstruktion der St.Ulricher Schützenkompanie. Zu diesem Ereignis wurde der Kreis für "billige Kulturpolitik" und obszönen Darstellungen beschuldigt.

Dies hatte große Proteste zur Folge, sei es seitens der Kirche als auch von allen anderen politischen Positionen. Im Café- Demetz wird eine Versammlung unter 10 Personen abgehalten, und sowohl dem Kreis für Kunst und Kultur als auch der Gemeinde ein Brief geschrieben. Es wird eine Unterschriftenaktion gestartet bei der sehr viele Familienväter ihre Stimme abgeben. Dies war ein Protest zu der Beinahe-Porno-Austellung so daß die Gemeinde einschreiten mußte,. Die Ausstellung mußte geschlossen werden.

Die Gewässer beruhigten sich wieder, und der Kreis für Kunst und Kultur fuhr mit seiner Tätigkeit fort, auch wenn unter sichtlichen Schwierigkeiten. Unter der Präsidentschaft von Edgar Moroder (Präsident Prugger Gregor war zurückgetreten), betete sich die Tätigkeit wieder ein.

Bis zum Jahr 2004 führt der Kreis für Kunst und Kultur St. Ulrichs einzigse Jugendlokal erfolgreich. Nach kurzer Umsiedelung für 3 Jahre in die Sotriastraße und nach Fertigstellung des neuen Hauses der "Jugend, Kunst und Kultur" kann der Verein im Herbst 2007 wieder in seinen ursprünglichen Sitz einziehen. Der Bereich der Jugendarbeit kann nun großteils an den Dachverband der Jugendvereine Grödens abgeben werden.

Circolo bis Herbst 2004 Circolo seit Herbst 2007

 

Unsere Tätigkeit konzentriert sich nun auf kulturelle Veranstaltungen für alle Altersgruppen, Ausstellungen und auf den Betrieb der Kunstbibliothek.

Informationen von:

Rudolf Moroder- Rudolfine
Heinrich Moroder "Doss"
Vinzenz Mussner
Gregor Prucker
Egon Moroder Rusina
Franz Schrott
Guido Daurú

       

 

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